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Zitat der Woche

What? You think I'm gonna hide a wire in my underwear?
> Honey, it looks like you've got the whole radio station in there.
- aus Snake Eater –



Tokyo Gore Police

Japan/USA 2008
Länge: Alles unter 109 Minuten ist geschnitten

Regie:
Yoshihiro Nishimura

Darsteller:
Eihi Shiina - Ruka
Itsuji Itao - Key Man
Yukihide Benny - Polizeichef
Ikuko Sawada - Bar Besitzerin
Keisuke Horibe - Ruka's Vater
Cay Izumi - Hund




Wir unterbrechen diese Review für eine Werbepause:
Bürger Tokyos, haben sie es satt, von grotesken Mutanten bedroht zu werden? Wollen sie mal wieder einen gepflegten Fetish-Club besuchen, ohne dabei schrecklich entstellte Stripperinnen begaffen zu müssen?

Wir von der Tokyo Police Force sorgen seit der Privatisierung der öffentlichen Sicherheit für Schutz auf den Straßen unserer Stadt. Zu ihrer Unterhaltung haben wir nicht nur die langweiligen alten Polizeiuniformen durch modisch-schicke Samurai-Rüstungen ersetzt, auch unsere Dienstwagen besitzen Dächer in Form von Burgen aus der Feudalzeit unseres Landes.

Nicht nur das Gewaltmonopol auf den Straßen, sondern auch das Stylemonopol
Unser Polizeichef hat sein Leben ganz dem Kampf der mutantenhaften „Engeneers“ gewidmet. Sein Büro in einer leeren Lagerhalle sowie seine Liebe zu Hunden beweist die Bescheidenheit und Integrität unseres Chefs. Wir danken ihn für seinen Einsatz zum Wohle unseres Landes.

Für den Kampf der Tokyo Police Force gegen die Engeneers sind auch sie zur Mithilfe und Unterstützung aufgerufen. Engeneers zeichnen sich in der Regel durch ihr extrem gewalttätiges Verhalten aus. Doch absolute Vorsicht ist geboten, verletzt man solch eine Kreatur mutieren die Wunden unverzüglich und machen diese Ungeheuer noch viel gefährlicher. Die einzig bewehrte Maßnahme um einen Engeneer unschädlich zu machen, ist ein Angriff auf den Schlüsselförmigen Tumor im Gehirn des Monsters.

Weihnachtsfeier der Gore Police 2008
Lernen sie die schöne wie tödliche Ruka kennen, die absolute Top-Agentin unserer Polizeitruppe im Kampf gegen diese Mutanten. Unsere bodenständige Mitarbeiterin wurde nach dem tragischen Tod ihres Vaters von unseren ehrenwerten Polizeichef persönlich großgezogen. Durch diese strenge Kampfausbildung auf höchsten Niveau hat Ruka es bereits geschafft über 50 Engeneers unschädlich zu machen. Wie sie sehen, ist ihre Sicherhet ist bei uns in guten Händen.

Daher unser Versprechen: Wir von der Tokyo Police Company unternehmen wirklich alles in unserer Macht um den Kampf gegen die Engeneers zu gewinnen. Wir danken für ihr Verständnis, sollte es dabei zu Unannehmlichkeiten kommen.

Bleiben sie dran für weitere Produktempfehlungen





Fazit:
Zugegeben, in meiner letzten Review eines japanischen Mutantenfilms, habe ich Tetsuo: The Iron Man recht schlecht davon kommen lassen. Was macht Tokyo Gore Police also anders?

Zuerst einmal verfügt der Film über eine logisch ablaufende Storyline. Wenn auch kein innovativer Meilenstein unter den Drehbüchern, fesselt die Geschichte zumindest und arbeitet sowohl mit Rückblicken als auch mit kleinen Überraschungen. Durch das Polizei Setting und den zwischenzeitlichen Werbeeinblendungen, fühlt man sich zudem oft an Paul Verhoeven Klassiker wie Robocop oder Starship Troopers erinnert.

Das Maß an Gewalt im Film ist wirklich sehr hoch und absolut nichts für zartbesaitete Seelen. Verantwortlich für die Splattereffekte war Noboru Iguchi der bei Filmfreunden schon durch Machine Girl bekannt sein dürfte. Wie schon beim vorherigen Film hat Iguchi nicht am Kunstblut gespart, was die ganze Darstellung schon wieder so übertrieben wirken lässt, dass es für einige Zuschauer durchaus in den Bereich Schwarzer Humor fallen kann.

Lange Zeit musste ich nach der ungeschnittenen Version des Films suchen. Nach der Sichtung konnte ich auf der einen Seite verstehen, dass man diesen Film nicht ohne Zensur auf die breite Masse loslassen kann. Auf der anderen Seite, verstehe ich aber auch Jeden, für den der Film in kürzerer Form nicht funktioniert. Ich denke das Sprichwort „Ganz oder garnicht“ trifft es hier ganz gut.     

Trotz des höhen Maß an Verstümmelungen und allerlei japanischen Fetischgelüsten fand ich Tokyo Gore Police im Vergleich zu Tetsuo - The Iron Man insgesamt weniger verstörend und anstrengend. Wer sich cineastisch künstlerisch mit dem Thema Mutation befassen will sollte in Tetsuo reinschauen, wer einfach einen relativ sinnentleerten brutalen Partyfilm mit seinen Freunden gucken will, wird mit Tokyo Gore Police wohl besser fahren.

8 von 10 Punkten
American Cyborg Terminator 2000

Zitat der Woche

This is stupid. We should be fucking and drinking by now.
– aus Die Jugger –



Zitat der Woche

Wer sind sie? Was wollen sie? 
> Tja dummerweise sind sie bei der Durchführung ihrer Pläne irrtümlicherweise auf mein Minenfeld geraten und um den zweiten Teil ihrer Frage zu beantworten: Ich werde sie töten 
- aus A Dangerous Man -



Männer, die auf Videos starren: Folge 08 – Die VHS Power Hour

Meine Mutter hat immer gesagt, das Leben ist wie eine Kloschüssel: Man weiß nie, wann man in die Scheiße greift. Gemäß diesem Motto haben sich Commodore Schmidlabb und der American Cyborg Terminator 2000 für euch auf Schatzsuche begeben – Und zwar in unseren alten Videokisten, in denen pures Trash-Gold auf VHS-Kassetten schlummert.

Was bei dieser Blindverkostung herauskommt, weiß nur Schrödingers Katze – jedoch ist eines gewiss, die Cover und Klappentexte lügen fast so schlimm wie der amtierende amerikanische Präsident.

Um das Maß an Unterhaltung noch über die Kotzgrenze zu heben, fangen wir dann auch noch an VHS-Quartett zu spielen. Das Trash-O-Meter Team ist halt ein Haufen verwegener Hunde!

Also schaltet ein und lasst euch diesen Spass für die gesamte Familie nicht entgehen. Aber warnt schon mal eure Nachbarschaft, denn so laut habt ihr seit Paola und Kurt Felix nicht mehr gelacht.

Twitter: @MdaVs_Podcast
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Mail: MdaVs-Podcast@hotmail.com


Zitat der Woche

Everything is good in the 'hood.
– aus Halb Tot –



Also irgendwie habe ich meine Zweifel an dieser Aussage

Ohrgasmus

Lange hielt sich der Witz, viele Männer läsen den Playboy ja nur wegen der hervorragenden Interviews. Das habe ich selbstverständlich nicht mal im Ansatz geglaubt. Doch wenn man mir erzählen würde, dass man die europäischen Sexfilmchen der 70er Jahre nur wegen der Soundtracks guckt, würde ich da unbedingt zustimmen.

Während die Filme meist nur ein Übermaß an Langeweile und schlimmen Frisuren bieten, hat die Filmmusik immer noch Bestand. Ist eigentlich auch kein Wunder – immerhin haben auch Genre-Größen wie Bruno Nicolai und Stelvio Cipriani zahlreiche Bumsfilme mit ihrem Schaffen musikalisch unterlegt. Herausgekommen sind dabei sehr viele schöne Tracks, die so smooth sind, dass man sie glatt statt Butter aufs Brot schmieren könnte.

Wer einen Einstieg in die Welt der Schmutzfilm-Musik finden will, sollte sich das Werk des französischen Musikproduzent Drixxxe mal genauer anhören. Dieser hat mittlerweile vier hervorragende Mixe mit Musik aus Euro-Nackedei-Streifen – die sogenannten Sextapes – veröffentlicht. Meinen Favorit, das Sextape 2, findet ihr unter diesem Post, als auch auf unserem SoundCloud-Profil.

Eine genaue Tracklist, gibt es leider nicht. Wenn ihr aushelfen könnt, sind wir für jeden Hinweis dankbar. Unser Dank geht auch an Frau DingDong, die uns den Hinweis zu diesem akustischen Höhepunkt gegeben hat. Ihren Blog Frau Ding Dongs Leben empfehlen wir hiermit zur Auskundschaftung.

Booyah!

– Commodore Schmidlabb –



Zitat der Woche

The general store had EVERYTHING for a weddin' 
...including invitations and SHOTGUN SHELLS
– aus Familientreffen der Chaoten –



Wer nimmt diese Herausforderung an?

Kennt ihr das auch? Ihr blickt in den Entwürfe-Ordner eures Blogs und findet dort einen begonnenen Beitrag und könnt euch nicht mehr erinnern, warum ihr ihn nie veröffentlicht habt? War der Post nicht witzig genug? Passte er thematisch gerade nicht? Fehlten die Worte um das Gesehene in einen Beitrag umsetzen zu können?

Bei uns schlummern über zwei Dutzend solcher Posts in den Entwürfen. Das vorliegende Video, dass ich mir mal exemplarisch rausgepickt habe, wartet nun seit gut 3 Jahren auf seine Veröffentlichung. Vermutlich genügte es damals nicht unseren Standards an grottige Musikvideos. Soll das etwa heißen der Clip sei zu gut? Mitnichten! Er ist sogar ziemlich kacke.

Doch manchmal muss ein Musikvideo auch reifen, bis man seine nicht vorhandenen Qualitäten zu schätzen weiß. „Challenger“ von Baby’s Gang ist so ein Fall. Je öfter ich das Video sehe, desto mehr Unstimmigkeiten fallen mir auf und zehren an meinen Nerven.

Nehmen wir zum Beispiel mal die Choreografie: Wir leben in einer Zeit, in der jeder Flashmob mit einer knackigen Choreografie aufwarten kann und Dance-Crews in Castings-Shows mit fast nordkoreanischem Eifer und absoluter Präzision abliefern. Da wirkt die schrecklich unsynchrone Darbietung der Laien-Tänzer wie ein Schlag ins Gesicht mit Michael-Jacksons Glitzerhandschuh. Obendrein erdreistet sich die Truppe tatsächlich den Eisenbahn-Move zu zelebrieren, den unsereins höchstens unter massivem Alkoholeinfluss rausholt – und selbst dann nur mit starken Gewissensbissen.


An der Textfront sieht es keinen Deut besser aus. Dass die Lyrics nicht lippensynchron nachgeplappert werden, ist ja fast gute Sitte im Italo-Pop. Und etwas Anderes als sinnlose Gaga-Texte erwartet man ja schon lange nicht mehr… Doch was sollen uns Zeilen wie diese hier sagen?:

Take a walk into the sky
Other planets you can find

You can turn around inside
Galaxy

Dem Titel zufolge nimmt der Song Bezug auf die Challenger-Raumfähre. Doch was haben Plastik-Sonnenbrillen aus dem Kaugummi-Automaten und ausgewaschene Jogginganzüge damit zu tun? Wir werden es wohl nie erfahren…

Lag das Video nun zu Recht im Entwürfe-Ordner? Ich bin mir immer noch nicht sicher. Aber es ist auf jeden Fall schlecht genug, um elitär mit dem Kopf zu schütteln. Und auch das muss irgendwie manchmal sein.

– Commodore Schmidlabb –

Trash Animated: MTV Special

Wer in den 80er Jahren aufgewachsen ist, ist auch zwangsläufig mit MTV aufgewachsen. Englisch wurde nicht in der Schule gelernt, sondern vorwiegend bei Onkel Ray Cokes vor dem Fernseher. Wie der Name schon verrät, war MTV selbstverständlich die Nummero Uno Informationsquelle für aktuelle Musik und das noch bevor das Internet den Videostar getötet hat. Obendrauf weiß natürlich jeder von uns, dass die Verschwörungstheoretiker falsch liegen und die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond waren um dort die MTV Flagge zu hissen.


In den Späten 80er Jahren wurde das Popkultur Angebot dann durch MTV-Animation abgerundet. Zunächst wurden nur kurze Einspieler produziert, bis mit „Stevie and Zoya“ die erste eigene Zeichentrickserie ausgestrahlt wurde. Es folgten dutzende weitere Serien, meist von hoher Qualität und einen guten Maß an Unterhaltung. Oft waren sie dabei gespickt mit kurden Humor und einem für diese Zeit noch unüblichen Grad an Zeichentrickgewalt.

Doch viele dieser Serien überlebten dank schlechter Werbung und fehlenden Publikum nicht einmal die erste Staffel. Anfang der 2000er Jahre wurde MTV-Animation dann zugunsten von nicht minder schlechten Produktionen der Schwesternsender Nickelodeon und Comedy Central komplett eingestellt. Damit jedoch diese Schätze nicht im Sumpf des Vergessens versinken, möchten wir euch hier noch einmal einige Highlights präsentieren: 

Æon Flux (1991 - 1995) 


Die SciFi Animations Serie Æon Flux wurde vom US-Koreaner Peter Kunshik Chung erdacht. In 16 eher zusammenhangslosen Folgen und einen schon fast avantgardistischen Zeichenstil wird die Geschichte einer Attentäterin erzählt, deren Name titelgebend ist.

In einer dystopischen Zukunft grenzen zwei Staaten aneinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während in Monica eine anarchistische Gesellschaftsform herrscht, gibt es im Polizeistaat Bregna nicht viel zu lachen. Im Laufe der Serie wird man sogar Zeuge, wie der böse Travor Goodchild auch noch die letzten demokratischen Strukturen beseitigt.

Gerade jener Travor Goodchild ist das Ziel von der aus Monica stammenden Æon, welche jedoch eine Art Hassliebe zu ihren Zielobjekt entwickelt. Da die Episoden wie schon erwähnt nicht aufeinander aufbauen und niemals eine längere Serie geplant war, endeten die ersten Kurzepisoden jeweils mit dem Tod von Æon Flux. Erst in einer späteren Folge wird dies mit wiederholten klonen im Falle des Ablebens von Æon erklärt.

Der gleichnamige Film mit Charlize Theron aus dem Jahr 2005 basiert nur lose auf der Serie und wird dieser meiner Meinung nach eher nicht gerecht.

Daria (1997 - 2002)


Noch bevor Mike Judge in seiner Gesellschaftskritik "Idiocracy" vor der Verblödung der Gesellschaft warnte, konnte man in einer unbeschwerteren Zeit über die ebenfalls von ihm ersonnenen und wohl bekannten Idioten Beavis und Butthead ohne Bedenken lachen. Ähnlich wie Æon Flux hatten Beavis und Butthead ihren Ursprung in kurzen Clips innerhalb des MTV Formats „Liquid Television“, bevor sie zwischen 1993 und 1997 ihre eigene Serie bekamen.

Vielleicht etwas weniger bekannt war der weiblich-intelligente Gegenentwurf, welcher in Person von Beavis und Buttheads Klassenkameradin Daria Morgendorffer hinzugefügt wurde. Nach dem Ende von Beavis und Butthead bekam Daria dann eine eigene Spin-Off Show, jedoch ohne Mitwirkung von Mike Judge.

Aufgrund von Uran im Trinkwasser ist Daria zu Beginn der Serie gezwungen mit ihren Eltern und ihrer Schwester Quinn in die Stadt Lawndale zu ziehen. Das Alltagsleben der Familie Morgendorffer und das Schulleben an der Lawndale Highschool ist das Hauptaugenmerk der Serie und wird in Darias unnachahmlich sarkastisch-misanthropischen Art kommentiert. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Freundin Jane Lane bis die Serie nach 5 Staffeln im Jahr 2001 endete.

The Head (1994 - 1996)


Die von Eric Fogel geschaffene Serie The Head lief wärend der 90er Jahre in 14 Folgen unter der Rubrik MTVs Oddities. Der Hauptprotagonist ist der New Yorker Student Jim, der sich eines Morgens über seinen enorm gewachsenen Kopf wundert. Doch schon bald offenbart sich ein lila Alien namens Roy als Grund für Jims massive Birne.

Roy erklärt Jim, das er ein symbolisches Alien ist und nun in seinem Kopf wohnt. Grund für diesen Aufenthalt ist ein böses Alien namens Gork, der alle Gehirne der Erde fressen will. Nun liegt es an Jim und Roy Gork zu stoppen. Unterstützt werden die beiden dabei von Jims Freundin Madelyn und einer Gruppe Freaks, die von Shane Blackman angeführt werden.

Die Freaks glänzen mit allerhand Kuriositäten, wie ein Mund im Bauch, eine Rasenmäherklinge im Kopf oder ein Goldfischglas im Mund. Zusammen mit MTVs Oddities verschwand leider auch The Head nach 2 Staffeln von unseren Bildschirmen.  

Weitere MTV Serien:   
3 South; The Brothers Grunt; Cartoon Sushi; Celebrity Deathmatch; Clone High USA; DJ & the Fro; Downtown; Greatest Party Story Ever; Good Vibes; Head Trip; Jean-Claude LeThargic; Liquid TV; The Maxx; MTV's Oddities; Phred on Your Head Show; Popzilla; Station Zero; Stevie and Zoya; Spy Groove; Undergrads; Worst Friends Forever

American Cyborg Terminator 2000