Trash-O-Meter

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Zitat der Woche

The general store had EVERYTHING for a weddin' 
...including invitations and SHOTGUN SHELLS
– aus Familientreffen der Chaoten –



Wer nimmt diese Herausforderung an?

Kennt ihr das auch? Ihr blickt in den Entwürfe-Ordner eures Blogs und findet dort einen begonnenen Beitrag und könnt euch nicht mehr erinnern, warum ihr ihn nie veröffentlicht habt? War der Post nicht witzig genug? Passte er thematisch gerade nicht? Fehlten die Worte um das Gesehene in einen Beitrag umsetzen zu können?

Bei uns schlummern über zwei Dutzend solcher Posts in den Entwürfen. Das vorliegende Video, dass ich mir mal exemplarisch rausgepickt habe, wartet nun seit gut 3 Jahren auf seine Veröffentlichung. Vermutlich genügte es damals nicht unseren Standards an grottige Musikvideos. Soll das etwa heißen der Clip sei zu gut? Mitnichten! Er ist sogar ziemlich kacke.

Doch manchmal muss ein Musikvideo auch reifen, bis man seine nicht vorhandenen Qualitäten zu schätzen weiß. „Challenger“ von Baby’s Gang ist so ein Fall. Je öfter ich das Video sehe, desto mehr Unstimmigkeiten fallen mir auf und zehren an meinen Nerven.

Nehmen wir zum Beispiel mal die Choreografie: Wir leben in einer Zeit, in der jeder Flashmob mit einer knackigen Choreografie aufwarten kann und Dance-Crews in Castings-Shows mit fast nordkoreanischem Eifer und absoluter Präzision abliefern. Da wirkt die schrecklich unsynchrone Darbietung der Laien-Tänzer wie ein Schlag ins Gesicht mit Michael-Jacksons Glitzerhandschuh. Obendrein erdreistet sich die Truppe tatsächlich den Eisenbahn-Move zu zelebrieren, den unsereins höchstens unter massivem Alkoholeinfluss rausholt – und selbst dann nur mit starken Gewissensbissen.


An der Textfront sieht es keinen Deut besser aus. Dass die Lyrics nicht lippensynchron nachgeplappert werden, ist ja fast gute Sitte im Italo-Pop. Und etwas Anderes als sinnlose Gaga-Texte erwartet man ja schon lange nicht mehr… Doch was sollen uns Zeilen wie diese hier sagen?:

Take a walk into the sky
Other planets you can find

You can turn around inside
Galaxy

Dem Titel zufolge nimmt der Song Bezug auf die Challenger-Raumfähre. Doch was haben Plastik-Sonnenbrillen aus dem Kaugummi-Automaten und ausgewaschene Jogginganzüge damit zu tun? Wir werden es wohl nie erfahren…

Lag das Video nun zu Recht im Entwürfe-Ordner? Ich bin mir immer noch nicht sicher. Aber es ist auf jeden Fall schlecht genug, um elitär mit dem Kopf zu schütteln. Und auch das muss irgendwie manchmal sein.

– Commodore Schmidlabb –

Trash Animated: MTV Special

Wer in den 80er Jahren aufgewachsen ist, ist auch zwangsläufig mit MTV aufgewachsen. Englisch wurde nicht in der Schule gelernt, sondern vorwiegend bei Onkel Ray Cokes vor dem Fernseher. Wie der Name schon verrät, war MTV selbstverständlich die Nummero Uno Informationsquelle für aktuelle Musik und das noch bevor das Internet den Videostar getötet hat. Obendrauf weiß natürlich jeder von uns, dass die Verschwörungstheoretiker falsch liegen und die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond waren um dort die MTV Flagge zu hissen.


In den Späten 80er Jahren wurde das Popkultur Angebot dann durch MTV-Animation abgerundet. Zunächst wurden nur kurze Einspieler produziert, bis mit „Stevie and Zoya“ die erste eigene Zeichentrickserie ausgestrahlt wurde. Es folgten dutzende weitere Serien, meist von hoher Qualität und einen guten Maß an Unterhaltung. Oft waren sie dabei gespickt mit kurden Humor und einem für diese Zeit noch unüblichen Grad an Zeichentrickgewalt.

Doch viele dieser Serien überlebten dank schlechter Werbung und fehlenden Publikum nicht einmal die erste Staffel. Anfang der 2000er Jahre wurde MTV-Animation dann zugunsten von nicht minder schlechten Produktionen der Schwesternsender Nickelodeon und Comedy Central komplett eingestellt. Damit jedoch diese Schätze nicht im Sumpf des Vergessens versinken, möchten wir euch hier noch einmal einige Highlights präsentieren: 

Æon Flux (1991 - 1995) 


Die SciFi Animations Serie Æon Flux wurde vom US-Koreaner Peter Kunshik Chung erdacht. In 16 eher zusammenhangslosen Folgen und einen schon fast avantgardistischen Zeichenstil wird die Geschichte einer Attentäterin erzählt, deren Name titelgebend ist.

In einer dystopischen Zukunft grenzen zwei Staaten aneinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während in Monica eine anarchistische Gesellschaftsform herrscht, gibt es im Polizeistaat Bregna nicht viel zu lachen. Im Laufe der Serie wird man sogar Zeuge, wie der böse Travor Goodchild auch noch die letzten demokratischen Strukturen beseitigt.

Gerade jener Travor Goodchild ist das Ziel von der aus Monica stammenden Æon, welche jedoch eine Art Hassliebe zu ihren Zielobjekt entwickelt. Da die Episoden wie schon erwähnt nicht aufeinander aufbauen und niemals eine längere Serie geplant war, endeten die ersten Kurzepisoden jeweils mit dem Tod von Æon Flux. Erst in einer späteren Folge wird dies mit wiederholten klonen im Falle des Ablebens von Æon erklärt.

Der gleichnamige Film mit Charlize Theron aus dem Jahr 2005 basiert nur lose auf der Serie und wird dieser meiner Meinung nach eher nicht gerecht.

Daria (1997 - 2002)


Noch bevor Mike Judge in seiner Gesellschaftskritik "Idiocracy" vor der Verblödung der Gesellschaft warnte, konnte man in einer unbeschwerteren Zeit über die ebenfalls von ihm ersonnenen und wohl bekannten Idioten Beavis und Butthead ohne Bedenken lachen. Ähnlich wie Æon Flux hatten Beavis und Butthead ihren Ursprung in kurzen Clips innerhalb des MTV Formats „Liquid Television“, bevor sie zwischen 1993 und 1997 ihre eigene Serie bekamen.

Vielleicht etwas weniger bekannt war der weiblich-intelligente Gegenentwurf, welcher in Person von Beavis und Buttheads Klassenkameradin Daria Morgendorffer hinzugefügt wurde. Nach dem Ende von Beavis und Butthead bekam Daria dann eine eigene Spin-Off Show, jedoch ohne Mitwirkung von Mike Judge.

Aufgrund von Uran im Trinkwasser ist Daria zu Beginn der Serie gezwungen mit ihren Eltern und ihrer Schwester Quinn in die Stadt Lawndale zu ziehen. Das Alltagsleben der Familie Morgendorffer und das Schulleben an der Lawndale Highschool ist das Hauptaugenmerk der Serie und wird in Darias unnachahmlich sarkastisch-misanthropischen Art kommentiert. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Freundin Jane Lane bis die Serie nach 5 Staffeln im Jahr 2001 endete.

The Head (1994 - 1996)


Die von Eric Fogel geschaffene Serie The Head lief wärend der 90er Jahre in 14 Folgen unter der Rubrik MTVs Oddities. Der Hauptprotagonist ist der New Yorker Student Jim, der sich eines Morgens über seinen enorm gewachsenen Kopf wundert. Doch schon bald offenbart sich ein lila Alien namens Roy als Grund für Jims massive Birne.

Roy erklärt Jim, das er ein symbolisches Alien ist und nun in seinem Kopf wohnt. Grund für diesen Aufenthalt ist ein böses Alien namens Gork, der alle Gehirne der Erde fressen will. Nun liegt es an Jim und Roy Gork zu stoppen. Unterstützt werden die beiden dabei von Jims Freundin Madelyn und einer Gruppe Freaks, die von Shane Blackman angeführt werden.

Die Freaks glänzen mit allerhand Kuriositäten, wie ein Mund im Bauch, eine Rasenmäherklinge im Kopf oder ein Goldfischglas im Mund. Zusammen mit MTVs Oddities verschwand leider auch The Head nach 2 Staffeln von unseren Bildschirmen.  

Weitere MTV Serien:   
3 South; The Brothers Grunt; Cartoon Sushi; Celebrity Deathmatch; Clone High USA; DJ & the Fro; Downtown; Greatest Party Story Ever; Good Vibes; Head Trip; Jean-Claude LeThargic; Liquid TV; The Maxx; MTV's Oddities; Phred on Your Head Show; Popzilla; Station Zero; Stevie and Zoya; Spy Groove; Undergrads; Worst Friends Forever

American Cyborg Terminator 2000

Zitat der Woche

How do you wanna do this?... Do you wanna play this game all the way?... I'll have 300 agents come up here in this hick town and crawl up every orifice you got... When it's over you can go to your favorite proctologist and gat a nice soothing ointment for the hole that hurts the most!...
– aus Fire Down Below –



Arte zeigt euch, wo der Ninja den Most holt!

Sacrebleu – Arte hat es immer noch drauf!

Der deutschfranzösische Sender mit dem Herzen für Trashfans setzt ab dem 09. Januar seine schlicht „Schund“ betitelte Sendereihe vor. Wie gewohnt, können wir euch auch dieses mal Artes Filmauswahl nur wärmstens empfehlen.

Mit dabei ist zum Beispiel die Agentenparodie „Der Spion, der aus dem Speiseeis kam“ mit Vincent Price – ein Film, den ihr im Media Markt vergeblich suchen werdet. Mit „Clash of the Ninjas“ kredenzt euch der Sender zudem einen der schlechtesten Ninjafilme aller Zeiten (und einen persönlichen Lieblingsfilm) vom legendären Trashfilm-Gott Godfrey Ho. Mit „Robot Monster“ und „Die Azteken-Mumie gegen den Menschen-Roboter“ runden zwei echte Klassiker des Scheißfilms das Angebot ab.

Das Beste? Alle Filme stehen ab jetzt in voller Länge auf der Sender-Website zum Genuss bereit!
Zudem gibt es auf der besagten Seite eine zehnteilige Doku-Reihe, die weiteren Meisterwerken des Schutzfilms nachspürt. Das Spektrum der Dokus reicht dabei von „Who killed Captain Alex?“ bis „Cannibal Terror“.

Noch nicht überzeugt? Vielleicht hilft ja der Artes Trailer. Den Clip findet ihr aufgrund der Autoplay-Funktion nach dem Break.

– Commodore Schmidlabb –


Tetsuo: The Iron Man

Japan 1989
Länge: 67 Minuten

Regie:
Shinya Tsukamoto

Darsteller:
Tomorowo Taguchi - Büroangestellter
Kei Fujiwara - Freundin
Nobu Kanaoka - Cyborg Frau
Shinya Tsukamoto - Metallfetischist






Warum? 
In all den Jahren, in denen ich Filme auf DVD sammle, sind mir zwei Filmlables besonders positiv aufgefallen: Koch Media aus Österreich und Rapid Eye Movies aus Köln. Im Gegensatz zu einigen größeren Firmen haben die DVDs meistens eine vorbildliche Ausstattung mit vielen Tonspuren und Bonusmaterial und manchmal sogar Booklets, Pappschuber oder Poster. So kann es durchaus passieren, dass ich Filme von REM kaufe ohne diese vorher großartig zu kennen. Einfach weil bei ihnen der Fanservice so groß geschrieben wird.

Genau so geschehen beim Cyberpunk Double Feature in einem schönen und transparenten Schuber für vergleichsweise kleines Geld. Doch während der erste Film „Electric Dragon 80.000 Volt“ noch ganz gut runter ging (Hier die Review), hat mir der zweite Film von Anfang an auf unerklärliche Weise Angst eingejagt. Die Rede ist von „Tetsuo: The Iron Man“

So verbrachte der Film geschlagene 11 Jahre in meiner DVD-Sammlung ohne dass ich auch nur einmal in Erwägung gezogen habe ihn in ein passendes Abspielgerät zu schmeißen. Was mich dazu gebracht hat, ihn ausgerechnet heute zu konsumieren, kann ich leider nur mit reiner Willkür erklären.

Folgendes spielte sich danach ab:
Bereits das Intro vermittelt ein komplett verstörendes Gefühl, dass sich im laufe des Films eher intensiviert als nachlässt. In reiner Schwarzweiß Optik gehalten und in viel zu schnellen Schnitten begleiten wir eingangs einen Metallfetischisten der sich erstmal das Bein aufschneidet und eine komplette Metallstange in die offene Wunde schiebt. Noch vor den Zuschauern dreht er jedoch komplett durch, läuft schreiend auf die Straße und wird dort vorerst von einen Auto überfahren.

Wer mag es nicht Gewindestangen durch seine Zähne zu ziehen?

Anderswo wächst einem Büroangestellten beim rasieren einfach ein Stück Metall aus dem Kopf. „Wird schon nicht weiter schlimm sein“, wird er sich wahrscheinlich gedacht haben und nimmt nicht die U-Bahn zum Arzt sondern zur Arbeit. Leider kann ich das Ganze aber wirklich nur vermuten, da in diesem Film so gut wie keine Dialoge stattfinden. Das längste "Gespräch" spielt sich in Form eines Telefonats folgendermaßen ab:

Büroangestellter:
„もし もし“ (Moshi moshi)
Frau am Telefon: „もし もし“ (Moshi moshi)
Büroangestellter: „もし もし“ (Moshi moshi)
Wieder die Frau: „もし もし“ (Moshi moshi)
Zurück zum Büroangestellten: „もし もし“ (Moshi moshi)
usw.

In der U-Bahn Haltestelle angekommen, wird der Büroangestellte erstmal grundlos von einer Frau mit einer Metallhand angegriffen, kann sich aber irgendwie durch eine verwirrende Schnittfolge retten … glaube ich. Wieder Zuhause mutiert aber auch der namenlose Büroangestellte auf ekelerregendste Weise zu einen Cyborg. Das einzige Mal, dass ich dabei lachen musste war eine Szene in der er dank seiner Freundin eine massive Erektion bekommt. Da aber sein Penis bereits zu einem großen Bohrer mutiert ist, mit dem er ungewollt ein Loch in die neue Tischplatte bohrt.

Form follows function? Vice versa? Weder noch!

Irgendwann – warum auch immer – trifft der Bürohengst-Cyborg dann auf den Metallfetischisten, der eigentlich auch schon tot sein sollte. Aus nicht weniger nachvollziehbaren Gründen, fangen die beiden dann an sich in S-T-O-P-M-O-T-I-O-N zu duellieren – was sich schon fast als der sinnvollste Teil des Films herausstellte. Am Schluss verschmelzen die Blechköppe jedoch zu einer noch groteskeren Metallkreatur, die mich unweigerlich an Tetsuo aus dem Anime Akira erinnert. Ist die Namensgleichheit jetzt gewollt? Ich weiß es doch wirklich nicht! Der Metallfetischist wirkt aber glücklich, weshalb beide beschießen die ganze Welt in einen klumpen Metall zu verwandeln, der dann im Wind rostet oder so. Ob das gut gehen kann?

Überhaupt hat der Film ein Maß an Bedrücktheit und Verrücktheit erreicht, das nicht mehr komplett feierlich ist. So wechseln sich Traum und Realszenen so oft gegenseitig ab, dass man zwischenzeitig glaubt man befinde sich in David Lynchs schlimmsten Albtraum. Das Ganze ist dann auch noch mit japanischer Industrial Musik hinterlegt, die einem das Gefühl gibt, man würde morgens auf einer Baustelle aufwachen. Ach schaut doch selbst …


Fazit:
Schwer zu sagen ... ich weiß nicht wem ich diesen Film überhaupt empfehlen sollte. Vielleicht verbirgt sich ja irgendwo ein künstlerischer oder erotischer Aspekt der meinen armen Gehirn komplett verschlossen bleibt. Natürlich könnte man jetzt sagen der Film ist ein Experimentalfilm, der darf das. Aber warum in aller Welt existiert dann "Tetsuo II: Body Hammer"?

Persönlich am besten hat mir jedenfalls gefallen dass der Film nach einer knappen Stunde zu Ende war. Ansonsten kann man vielleicht noch die Kostümdesigner loben, die sich ja schon irgendwie Mühe gegeben haben. Wer sich aber auf weniger masochistische Weise quälen will, dem empfehle ich dringend „Electric Dragon 80.000 V“ vorzuziehen.

3 von 10 Punkten 
American Cyborg Terminator  2000

Zitat der Woche

Have you ever seen a flying saucer? 
> Is that your way of offering me a drink?
– Aus Wenn  Killer auf der Lauer liegen –




The Day of the Triffids (1962)

UK 1962
Länge: 93 Minuten

Regie:
Steve Sekely

Darsteller:
Howard Keel - Bill Mason
Janette Scott - Karen Goodwin
Kieron Moore - Tom Goodwin
Janina Faye - Susan  






Der Roman „The Day of the Triffids“ des englischen Science Fiction Autors John Wyndham wurde  1951 veröffentlicht und gilt heutzutage als ein SciFi Klassiker. Zugegeben, wahrscheinlich in England etwas mehr als hierzulande, doch auch bei uns erschien der Roman in der bekannten Science Fiction Reihe des Heyne Verlags (die mit dem schwarzen Buchrücken). 

Seitdem wurde die Story in etlichen Radio-Hörspielen, Fernsehfilmen und Comics umgesetzt. Selbst der bekannte James Bond Produzent Albert R. Broccoli hatte kurzzeitig die Rechte an einer Verfilmung, ließ das Projekt jedoch komplett platzen. Die Zombiefans unter euch werden sich sicherlich noch an „28 Days Later“ von Danny Boyle (Trainspotting, 127 Hours ect.) erinnern. Auch dieser Film wurde laut Boyle direkt von den Triffids inspiriert. Dabei haben lediglich Zombies den Platz der Pflanzen eingenommen.

Wer unseren kleinen B-Filmblog schon länger und aufmerksam verfolgt, erinnert sich vielleicht auch an Commodore Schmidlapps Review zur BBC Verfilmung aus dem Jahr 2009 (hier Teil 1 und Teil 2). Auch ich hatte sowohl an den Schilderungen des Commodores als auch an dieser Interpretation meinen Spass. Jedoch wäre ich kein guter Cyborg Terminator, wenn ich euch nicht der Vollständigkeit halber auch die klassische Kinoverfilmung an den Kopf werfen würde. 

Die Story:
Es ist Nacht im königlich botanischen Garten. Nur der alte Nachtwächter verbringt die letzten Tage vor seiner Rente im Gewächshaus. Zugegeben, dass ist nur eine Vermutung, der gute Mann hat keine Sprechrolle. Vermuten kann man auch nur wo der pflanzliche Neuzuwachs des Tages herkommen mag. Der Film behauptet steif der Meteorschauer hätte die Triffidus Selestus als Gastgeschenk mitgebracht, jedoch befinden sich die Pflanzen schon am Anfang des Films vor Ort und vertreten sich erst später die Beine.

Joe Nachtwächter ist sichtlich überrascht wer alles zu seiner Abschiedsparty eingeladen ist.

Angespornt durch eben jenen quietschbunten Meteorschauer wachsen die Triffids binnen 2 Filmminuten zu einer stattlichen Größe heran und beginnen damit allerhand Menschen wegzuknuspern. Dabei haben sie tierisches …  nein Entschuldigung, pflanzliches Glück, dass der Radiosprecher wirklich jeden im Land höflich dazu aufgefordert hat in das Licht der Meteore zu schauen. Die Folge? Eine größere Massenblindheit als beim ZDF Fernsehgarten.

Alle blind? Ach was! Vereinzelt hatten natürlich Menschen Glück oder besseres zu tun, als sich die zugegeben dürftigen Special Effects der Meteore anzusehen. Der Matrose Bill Mason zum Beispiel liegt ohne weitere Erklärung in einer Augenklinik und die Meeresbiologin Karen, war viel zu beschäftigt sich mit ihren kongenialen aber alkoholkranken Ehemann Tom zu streiten. Als Meeresbiologin stilecht im Leuchtturm auf einer kleinen Insel.


Wilkommen zur 'Raten sie den Fusel Show' mit ihrem Gastgeber Bill Mason.

Bill Mason erwacht am nächsten Morgen in dem völlig verwüsteten Krankenhaus, was die Vermutung nahe legt, dass auch etwas mit seinen Ohren nicht stimmen mag. Auf seinem Weg durch London gabelt er noch die kleine Susan auf, die ähnlich viel Glück bezüglich des Bedarfs an Blindenhunden hatte. Ihre Flucht führt die beiden über den Kanal bis nach Frankreich und sogar weiter nach Spanien. Nur gut, dass der ganze Film dort gedreht wurde.

In der Parallel-Story versuchen die beiden Eierköpfe im Leuchtturm irgendwas Kluges zu erfinden, um der Mörderpflanzen Herr zu werden. Doof nur, dass sie dabei immer mal wieder von hausbesetzerischen Triffids gestört werden, die auch im Leuchtturm wohnen wollen. Schnell muss also eine Idee her um das Happy End des Films noch zu retten.

Der Unterschied:
Es zeigen sich einige signifikante Unterschiede zu der Original Story, in welcher Bill Mason als Botaniker an den Triffids arbeitet. Ursprünglich wird dabei der Verdacht geäußert die Triffids seien eine biotechnisch gezüchtete Spezies aus der UdSSR, welche durch einen Unfall freigesetzt wurde. Zudem wird der Grund genannt, warum Bill in der Augenklinik liegt, da ihn scheinbar ein Triffid aus tiefer Abneigung in die Augen gespuckt hat. Des weiteren gibt es im Roman weitaus mehr Sehende, was die ganze Geschichte etwas komplexer erscheinen lässt. 

Fazit:
Auch wenn ich die Meteore kritisiert habe, bin ich recht begeistert von der Darstellung der Triffids. Natürlich darf man diese nicht mit Effekten aus modernen Filmen vergleichen, doch hält man sich das Erscheinungsjahr des Films und ähnliche Monsterfilme vor Augen, sehen die außerirdischen Yukka Palmen doch recht ordentlich aus.  

Die Story hätte an einigen Stellen durchaus etwas dramatischer und spannender sein können wenn man vielleicht konsequenter in Richtung „Home Invasion“ gegangen wäre. Auch die Teilung in zwei parallele Storylines wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Daher hat mich das Ende oder besser die Enden leider auch nicht vollends befriedigt. Wer jedoch auf 60er Jahre SciFi steht und nicht den altbekannten Fehler macht das Buch vor dem Film zu lesen, sollte den Triffids eine Chance geben.

7 von 10 Punkten 
American Cyborg Terminator 2000

Neues Jahr, neue Vorsätze!

Normalerweise Abstand nehme ich davon Abstand, das vor mir liegende Jahr anhand von selbstgesteckten Zielen abzuarbeiten. Doch diesmal halte ich es ein bisschen anders mit den Vorsätzen. In Zukunft will ich wieder vermehrt auf eigene Inhalte legen. Sicherlich ist es einfacher, auf vorgefertigten Content von Dritten zurückzugreifen, doch höhlt er die Identität eines Blog, bzw. eine Website auf Dauer aus.

Sicherlich gehörten wir nie zu den Seiten, die sich groß am Rennen „wer-postet-als-erstes-den-Teaser-Trailer-zu-Blockbuster X“ beteiligt hätten. Dennoch will ich fortan vermehrt auf eigene und
– in Teilen – auch persönlichere Texte setzen.

– – – –

Mit der Schaffung unseres Podcasts „Männer, die auf Videos starren“ haben wir meiner Meinung nach den ersten Schritt gemacht. Und auch 2017 haben wir diesbezüglich noch ein paar Ideen im Hinterkopf, die hoffentlich alle zur Veröffentlichung reifen. 

Unser Rückblick auf das Jahr 2016 ist übrigens kurz nach Weihnachten als Podcast erschienen. Falls ihr ihn noch nicht gehört habt, könnt ihr das bei iTunes oder Soundcloud tun.

Falls ihr uns ein verspätetes Weihnachtsgeschenk machen wollt, würden wir uns freuen, wenn ihr den Podcast bei iTunes bewertet oder ein bisschen Werbung bei euren Freunden macht. Wir danken euch im voraus. 

– – – –

Natürlich werden wir auch weiterhin mit Inhalten fremder Websites arbeiten müssen – schließlich sind wir keine Filmemacher oder Musiker und daher auf Material von außen angewiesen. Doch will ich wieder vermehrt tief in die unaufgeräumten Ecken des Internets eintauchen und allerlei obskure Schätze heben. Kurz ausgedrückt: Weniger neue Trailer – mehr obskure christliche Metal-Bands, mehr japanische Werwolf-Exploitation-Filme, mehr Müll!

Doch wie es sich für Neujahrs-Vorsätze gehört, werde ich ich meinen bei erster Gelegenheit brechen – also jetzt, um genau zu sein. Aber das vorliegende Filmchen ist einfach zu witzig, um es nicht mit euch zu teilen. Außerdem passt es thematisch wie die Faust aufs verkaterte Triefauge. Der Sketch zeigt nämlich die Neujahrsfeier unseres Darlings Arnold Schwarzenegger, der sich als einzigen Gast den amerikanischen Lage-Night-Host Seth Meyers eingeladen hat. Was dann passiert, müsst ihr selbst entdecken.

 Auf in ein Jahr der Entdeckungen!



 – Commodore Schmidlabb –


PARTY HARD!

Das Trash-O-Meter Team wünscht all unseren Freunden einen guten Start ins neue Jahr und viel Erfolg bei allem was so ansteht oder ihr euch vorgenommen habt. Aber nicht vergessen, auch beim Feuerwerk gilt wie so oft die Devise "Weniger ist mehr!" ...